Theater 2013 - Sonntagsgauner

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Trotz Blitz Eis auf den Straßen war auch am Sonntag das Theaterstück „Sonntagsgauner“ der Kolpingfamilie der Renner für die Bürger aus Lautenbach und Umgebung. Die Neuensteinhalle war dicht besetzt mit erwartungsfrohem Publikum, alles was in der Gemeinde Rang und Namen hat, war gekommen, um sich mehr als drei Stunden unterhalten zu lassen.

(Bericht von Wolfgang Löhnig, Acher-Rench-Zeitung, über die Theateraufführungen vom 19. und 20.01.2013)

Lautenbach (lö). Die Kolpingfamilie weiß um den Erfolg ihres jährlichen Theaterstücks und setzt deshalb von vornherein auf zwei Termine. Auch in diesem Jahr waren beide Aufführungen, die am Samstag und die am Sonntag, von Erfolg gekrönt, zum einen, was die Schar der Zuschauer betraf, zum anderen aber die Lacherfolge für die schauspielerische Leistung der Protagonisten. Das Publikum war hingerissen, nicht nur vom Spiel des Hauptdarstellers Franz Sester, der als hellwacher aber sehr menschlicher pensionierter Gefängnisaufseher Gerd Knödel durch zwei ehemalige Knastbrüder in arge Bedrängnis gebracht wurde. Er überzeugte in seiner Rolle. Ganz gleich ob als ängstlicher Teilnehmer an einem Bruch, der zu dringend benötigtem Geld verhelfen sollte. Ohne sein Maskottchen, einem kleinen Plüschbär, den er fest an seine nicht gerade schmale Brust drückte, konnte er nicht losgehen. Sester brillierte aber auch als ein in seine ehemalige Kollegin Agnes Speck (Monika Kimmig-Schmidt) verliebter Mann.

Auch Kimmig-Schmidt überraschte das Publikum durch ihre Wandlungsfähigkeit, einmal als grimmig das Gesicht verziehende Vollzugsangestellte, zum anderen aber als fröhlich daherkommende, einen Mann suchende agile Dame, entsprechend aufgemotzt gekleidet. Nach vielerlei hin und her fand sie den zukünftigen in ihrem Kollegen. Viel Zeit haben wir in unserem Alter nicht mehr, deklamierte sie überzeugend immer wieder. Spritzig der Auftritt von Achim Serrer als Harald und Robert Huber als Dieter. Nachts waren sie eingestiegen, um sich fassen zu lassen und endlich mal wieder einen ruhigen Aufenthalt im Knast zu erleben. Das widrige Wetter hatte den Entschluss reifen lassen. Einfach grandios, wie die beiden ihr erlerntes „Handwerk“ nicht lassen konnten, auch wenn Knödel dies immer wieder verlangte. Schnell mal die eine oder andere Geldbörse einsteckten, beim Kartenspiel Helga Schimmel (Christina Hoferer) betrügen oder sich im Haushalt des „Gastgebers“ bald besser auszukennen als dieser. Trotz Warnungen durch Knödel, nichts war vor ihnen sicher. Sie waren andererseits aber bescheiden und gaben sich mit zwei Toiletten in der ehemaligen Pizzeria zufrieden, die jetzt als Wohnung diente. „D“ für Dieter und „H“ für Harald stand auf den Türen zu lesen, das passte. Und erreichen konnten sie ihre Behausung durch die Rückwand eines Schrankes.

Die pippige Lehrerin Helga Schimmel wollte beim Kartenspiel immer gewinnen, für die beiden Gauner ein Problem. Wer anders hätte eine Lehrerin so überzeugend spielen können als Hoferer? Ein Problem auch die Putzfrau Maria Holz (Lena-Maria Rank). Sie vertrat neben ihrer Putzarbeit den Hausbesitzer und zeigte sich gegen den Besuch entsprechend aggressiv. Doch die Verliebtheit der Jungen, aber auch der älteren Generation machte dem Tohuwabohu bald ein Ende. Gegen Schluss des Dreiakters stießen drei verliebte Paare auf eine glückliche Zukunft an.

Zum Schluss gab es neben anhaltendem Applaus ein dickes Lob durch die Vorsitzende Silke Bruder, die sich über die gekonnte Mimik und Gestik, die Wortspielereien der Protagonisten freute und über den vielen Applaus. Den Aktiven sagte sie Danke und erinnerte daran, dass die Vorbereitungen in jedem Jahr bereits im Sommer beginnen.
Kasten:

Regie Martina Herrmann und Christina Rank, Beleuchtung Robert Huber. Lena-Maria Rank kam von Heidelberg zu den Proben eigens nach Lautenbach. Souffleuse war Christina Rank, für das Bühnenbild zeichneten Bernhard Schmid, Josef Wörner, Wolfgang Rank, Stephan Schmiederer, Rudi Müller, Heinrich Müller, Herbert Kohler und Marius Rank, das Friseurteam Ralf und Helga Boschert sorgten sich um das Outfit, bei der Werbung unterstützten die Sparkasse Offenburg/Ortenau und Klaus Sturn.

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